Quote:gaaaaaanz früher zu meinen schulzeiten konnte man sich den mcrib noch wahlweise mit barbecue oder currysauce anfertigen lassen. mit currysauce war der wirklich saulecker...

aber aus gymmi-zeiten bin ich eher BK geprägt, war eben im hauptbahnhof unweit meiner schule der nächste brater.
Ja, früher war eben alles besser...

Hab´ heute dann auch gleich mal die McCurrywurst probiert; ist - finde ich - doch recht lecker ausgefallen. Das Brötchen ist wirklich erstaunlich frisch und kross, die Sosse eindeutlich currywurstlike (wenn auch tatsächlich nicht allzuscharf) und die Portion entspricht so in etwas der Currykinggröße. Ist eindeutig die bessere Variante, wenn man keine richtige Currywurstbude um die Ecke hat, wie bei unseren hochgeschätzten hauptstädtischen Kollegen...
Quote:woran liegt's? ist die sparte einem der hohen herren nicht exorbitant profitabel genug oder will man mal wieder grundlos tafelsilber verhökern?
Ist nicht so ohne weiteres genau zu sagen; aber grundlos ist das nie. Kann hier ja auch sowieso nur auf die Punkte eingehen, die auch allgemein medial offen zu Tage liegen. Siemens zieht sich schon seit Jahren strategisch aus allen Endkundengeschäften zurück. Computer; Handys; Gigasets; Osram. Da gibt es auch gewisse Gründe für. Die AU ist jetzt kein echtes Endkundengeschäft; aber eben auch kein Geschäftsbereich, der die allgemeine Siemensstruktur zu 100% ausfüllen und bedienen könnte, um so zu Synergien innerhalb des Unternehmens zu führen. Damit haben wir eine Art Sonderrolle innerhalb der aktuellen Unternehmensdivisionsstruktur inne. Und man könnte die AU relativ problemlos vollständig aus dem Gesamtunternehmen heraustrennen. Unsere letztjährigen Geschäftszahlen haben gestimmt, wir konnten (unter großen Anstrengungen) alle Profitabilitätsvorgaben erfüllen. Gegenwärtig sind wir - weltweit gesehen - bestimmt profitabler als so einige andere Healthcare Bereiche. Aber gerade das könnte uns auch schon wieder als Übernahmekandidat interessant machen...
Aus meiner persönlichen privaten Sicht geht es gegenwärtig - so bizarr das auch sein möge - hauptsächlich um Finanzkennzahlen. Man trennt sich von Bereichen (Solar;Wasser), die man erst vor wenigen Jahren noch erworben hatte, um sein Portfolio möglichst kurzfristig von gewissen strukturellen Investitionen zu bereinigen, die man sonst vornehmen müsste. Ausserdem geht man inzwischen davon aus, dass ´das Kerngeschäft´ klar zu umreissen sei. Und dass man sich dann eben auch von profitablen Bereichen trennen sollte, wenn diese nicht mehr zum selbigen gehören sollten. Unser Geschäft ist eines der letzten Unternehmensbereiche, das noch von Werner von Siemens persönlich gegründet worden ist, über Jahrzehnte (ja fast Jahrhunderte) höchst profitablen Gewinn abgeworfen hat und zudem aus meiner Sicht vollkommen problemlos in das Kerngeschäft Healthcare gehören sollte. Das könnte man auf höherer Ebene aber auch ganz anders sehen...
Vielleicht sind es aber auch diesmal nur Gerüchte. Mal abwarten. So wie die Dinge gegenwärtig laufen, hatte ich schon mit der generellen Möglichkeit eines solchen Schrittes theoretisch gerechnet; allerdings frühestens in einigen Jahren. Gegenwärtig gibt es bei uns einen fünf Jahresplan, mit ehrgeizigen Zielsetzungen bis 2018; der eigentlich auch von Healthcare unterstützt und ausgegeben worden ist. Ich hoffe und erwarte ein klares Statement von Healthcare; egal in welche Richtung. Denn sollten diese Gerüchte jetzt wieder lauter und lauter werden, wird das uns immensen Umsatz kosten. Mit der damaligen Kundenverunsicherung haben wir Monate, wenn nicht gar fast schon Jahre, zu kämpfen gehabt...
Hab´ mich aber trotzdem mal versucht zu informieren, was man als Arbeitnehmer bei einem Eigentümerwechsel des Firmenbereichs für Rechte hätte; man darf wohl einen Monat lang nach Bekanntgabe schriftlich Widerspruch einlegen. Dann würde der eigene Arbeitsvertrag beim früheren Eigentümer bestehen bleiben, sollte es diesen denn noch geben und nicht vollständig veräußert werden; allerdings könnte einem das Unternehmen dann betriebsbedingt kündigen, wenn man nicht mehr benötigt werden sollte (weil es die spezifische Aufgabe z.B. generell nicht mehr geben würde oder schon durch einen anderen Arbeitnehmer, der nicht von dieser Ausgliederung direkt betroffen wäre, besetzt ist). Der neue Eigentümer müsste einem hingegen zumindest für ein weiteres Jahr die vereinbarten Vertragsbedingungen weiterhin garantieren. Wäre jetzt die Frage, ob man das Risiko eingehen sollte, um etwaig Widerspruch einzulegen...
Mein Arbeitsbereich ist eigentlich sehr spezifisch ´Siemens´; will heissen - könnte ich alles auch problemlos in anderen AG Bereichen weiterführen; bei einer Übernahme würde es meine Hauptaufgabe eigentlich bei den neuen Eigentümern kaum noch geben; zumindest niemals in der heutigen Art und Weise...