Hombre_lobo schrieb on 25.02.2010 um 21:18:17:
Einmal werde ich noch wach und
dann ist "Cash " Tag...
... so. Mein Plattenladen der Herzen hat sich heute doch fesch gleich mal ein Beispiel an LOST genommen und mich flugs durch die Zeit geschickt und heute schon morgen sein und werden lassen und mir die ´neue´ Cash im schmucken Digipak schon unter der Hand und neben der Ladentheke zugesteckt...
Und. es ist. irgendwie. eine zweischneidige Versuchung. und rund dreizig minütige Vergnügung.
Herr Cash macht ja bekanntlich keine schlechten Alben. Auch - gottseidank - nicht plötzlich post mortem... aber es kommt diesmal (zumindest nach drei Durchläufen) doch auch kaum einer der Songs über den bloßen Standard hinaus, den die American Recordings Reihe bereits in der Vergangenheit gesetzt hatte. ´Satisfied Mind´ wird zweitverwertet und wirkt hier wie ein völliger Fremdkörper, da Cashs Stimme auf allen anderen Titeln tatsächlich schon ungemein brüchig klingt. Ganz unverständlich, das. Entweder man hat so wirklich noch die letzten 10 Tracks überhaupt zusammengekratzt, die bislang noch nicht aus den Sessions veröffentlicht wurden, oder man plant schon American VII...
Instrumentiert sind alle Stücke sehr zurückhaltend, Akustikgitarren- und Pianomotive stehen im Vordergrund, ab und an mal von dem ein oder anderen Streichereinsatz begleitet. Auch textlich werden die bekannten Motive abgearbeitet, meist aber irgendwie nicht mehr die Intensität der früheren Alben erreicht. Cash klingt müde, ausgelaugt, mitunter fast schon jenseitig. Und die Songs sind auch einfach bei weitem nicht mehr so stark, wie auf früheren Alben. Das hier ist schlicht ein Outtake Album und hätte wohl einfach besser in die Unearthed Box gepasst, als jetzt als eigenständiges Werk veröffentlicht zu werden...
Und das Backcover Motiv des Digipaks ist ja fast sogar noch geschmacksverlorener, als dessen Kindergrinsebackengesichtvorderseite...
ABER: Es ist eine ´neue´ Cash - CD, mit bislang ungehörten Songs. Und einem feschen kleinen unorthodoxen Faksimile - Booklet. Und das ist doch schon mal was... und es gibt natürlich doch noch zumindest zwei, drei Schmuckstücke... Redemption Song, Ain´t No Grave, For The Good Times... gleich die drei ersten Stücke sind bei weitem die stärksten Momente des Albums... hätten sich auch gut auf American V geschlagen, bestimmt... to heavens gate... freedom... freedom...
Don´t look so sad...
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