alepopale schrieb on 08.11.2005 um 18:09:57:
a.naja, wie gesagt, eine comedyserie, also ein serie, die "lustig" ist, ist für mich nicht gleichbedeutend mit sitcom. für mein gefühl sind das serien mit eingespieltem gelächter, die vornehmlich in wohnzimmern spielen.
und richtig, wie schon gesagt, kann man sie sich, aufgrund nicht zu bestreitender solidität, durchaus ansehen, aber wie sich menschen ganze staffeln von friends, coupling, darma & greg, king of queens oder sonstwas kaufen können, stößt bei mir auf unverständnis.
b.wow, kenn ich alle nicht. bisher war ich von diesen neuen serien (lost, taken...) nicht ganz so begeistert, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass das bei dir anders aussieht

würde trotzdem auf den free-tv termin warten.
a. Eingespieltes Gelächter gibt es eigentlich bei keiner Sitcom; im Original ist das eine echte Publikumsreaktion, da Sitcoms in der Regel vor Zuschauern stattfinden ... die eingespielten Lacher sind eine deutsche Unart ... und sicherlich hat eine Comedyshow nichts mit einer Sitcom zu tun ... darüber hinaus gibt es natürlich ganz klare Kriterien was eine Sitcom ausmacht; hierzu ist auch ein gar schönes Buch im Bastei Lübbe Verlag erschienen (Die deutsche Sitcom/Daniela Holzer), das sich allerdings im Hauptteil auf die deutschen Ableger beschränkt ... allerdings gibt es eine vorzügliche ca. 50 seitige Einleitung, in der das Genre ´Sitcom´ entsprechend vorgestellt und in den Mittelpunkt gerückt wird ... nun zu den Merkmalen, die auf die Simpsons (zumindest während der ersten Staffeln...) durchaus zutreffen ... mit der Familie der Simpsons liegt ein zentraler fester Charakterstamm vor, dessen Charaktere über die Laufzeit der Serie hinweg nahezu konstant bleiben ... es gibt keine weiterführenden Entwicklungen innerhalb der Serie, d.h. es liegt kein weiterreichender Kausalitätsbezug vor... es werden zentral klassische Familien-Sitcomsituationen durchgespielt ... wenn man sich die erste Staffel der Simpsons betrachtet, dann hat man hier u.a. folgende Plot-Situationen: Die klassische Weihnachtsfolge (mit der die Serie startet), die EheGehtInDieBrücheFolge, die Vater-Sohn-Beziehungsfolge etc. pp. ... gerade in der ersten Staffel sind die Simpsons sehr nahe an einer klassischen Sitcomumsetzung ... in ´ Subversion zur Prime-Time. Die Simpsons und die Mythen der Gesellschaft´ wird auch in einem Kapitel auf diese Nähe zur Sitcom eingegangen ... natürlich ist die Serie aber kein klassisches Beispiel einer Sitcom ...
b, Lost habe ich eigentlich nicht verfolgt, da der Pilot an mir vorübergegangen ist (hatte da, denke ich, Prüfungen...) ... Taken fand ich dagegen sehr sehr langweilig ... Numbers ist ganz nett, würde ich mir aber auch nicht kaufen ... zu den von mir genannten Serien:
´The L-Word´ ist der lesbische Sexandthecity-Nachfolger in Amerika; interessiert mich persönlich auch nicht ... hat nur in die Reihe gepasst, da die Serie eben auch gerade veröffentlicht wurde ... und ist eben ein ÜberÜberÜber-Hit in den Staaten ...
´4400 Die Rückkehrer´ ist eine Sci-Fi Serie; soll ähnlich gelungen und das Genre erneuernd sein wie Firefly sein (zu Firefly kommt ja in wenigen Wochen der Film in die deutschen Kinos...)
`Deadwood´ ist eine Western-HBO Serie(Sopranos/SixFeetUnder) und der neue Kritiker und Nerdliebling in den USA ... wird in eine Reihe gestellt mit Six Feet Under und Twin Peaks ... und um diese Serie geht es mir eigentlich ... wird momentan wohl von Premiere ausgestrahlt ... wer weiß, wann so eine Show ihren Weg ins Free-TV findet ... und wenn, dann wird sie wohl irgendwann mitten in der Nacht ausgestrahlt werden ... inquisitive.gif